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der Bahnhof
Für die Montanindustrie, wie für die gesamte verkehrsmäßige Entwicklung bzw. Erschließung des Sülztales war vor allem der Bahnbau von herausragender Bedeutung. Nach der Reichsgründung 1871 wurden seitens des preußischen Staates französische Reparationsleistungen auch in den Eisenbahnbau investiert. So begann 1885 der Bau der Eisenbahn von Bensberg, das seit 1870 an die "Bergisch-Märkische-Eisenbahn'' (von Mülheim kommend) angeschlossen war, in Richtung Forsbach, Hoffnungsthal und schließlich Untereschbach, das 1890 eine Bahnstation erhielt. Einem Eintrag in der Schulchronik der Schule zu Forsbach folgend, wurde die Bahnstrecke am 01. Juli 1890 eröffnet. Eine offizielle Feier fand nicht statt, jedoch veranstalteten die Herren Reusch für ihre Arbeiter ein Essen. Das Ministerium in Berlin hatte diesen Bahnbau von der Zahlung erheblicher Geldmittel abhängig gemacht. So mußten die Firma Reusch in Hoffnungsthal, die Gesellschaft AG des Altenberg in Immekeppel 44.350,- Mark, die Gesellschaft Stollberg-Westfalen für Ihre Grube „Bergsegen" in Hoffnungsthal 13.300,- Mark und die Gemeinde Rösrath 6.000,- Mark vor allem für Grunderwerb und den Bau der Eisenbahn zahlen. Als in den folgenden Jahren die Einzelheiten, vor allem auch die Trassenführung festgelegt wurden, machten diese Fabrikanten und Unternehmen Ihre Interessen geltend. In Forsbach wohnten zur damaligen Zeit, außer einigen kleinen Bauern, nur Waldarbeiter und Tagelöhner. Die Arbeiter waren vor allem auf den „Hammer", (Firma Reusch) und die Erzgruben angewiesen. Zwar gab es in Forsbach kaum ein Haus im dem nicht eine Kuh oder einige Ziegen gehalten wurden. Die Löhne in den Fabriken waren gering und die Zahl der Kinder damals groß. Den Arbeitern war bekannt, daß in den Werken im nahen Köln und Mülheim bessere Löhne gezahlt wurden. Den Fabrikanten war klar, daß ihnen die neue Eisenbahn nicht nur den Vorteil des Gleisanschlusses bringen würde, sondern auch die Gefahr der Abwanderung von Arbeitskräften in auswärtige Betriebe barg. Das Dreiklassenwahlrecht der Kaiserzeit gab hier die einmalige Möglichkeit, da die Stimmen nach der Steuerkraft zählten und der kleine Mann kaum Einfluß hatte. Ein Mittelloser, der damals Wohlfahrtsunterstützung beantragte, verlor damit ganz das Wahlrecht. Die Fabrikanten und´Unternehmer beeinflußten das Geschehen so, daß um Forsbach ein großer Bogen gemacht wurde und deshalb der Forsbacher Bahnhof auf Bensberger Gemeindegebiet mitten im Königsforst gebaut wurde. Im Jahre 1961 wurde der Bahnbetrieb eingestellt. Die Gleise wurden später abgebaut. Die Bahntrasse dient heute vielen Besuchern des Königsforstes als bequemer Wanderweg. Das Bahnhofsgebäude und das Wohnhaus wurden, sehr zum Bedauern der Forsbacher Bürger, in späteren Jahren abgerissen. Der Ehrenvorsitzende der "Dörper Einigkeit", Helmut Bender, hatte die Idee, eine Erinnerung an den Bahnhof zu schaffen. Die Umsetzung in die Realität wurde vom Forstamt Bergisch Glasbach Königsforst, den "Dörpern" und dem damaligen Senat unterstützt. Zur Erinnerung an diese Zeit errichteten die "Dörper" am 16. April 1994 an dem ursprünglichen Standort einen Erinnerungsstein mit Bronzeplatte. Nutzen Sie diesen Ort doch mal auf Ihrem Spaziergang zum Verweilen und Entspannen.
Wo 1961 noch die Dampflok fuhr
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